Der Handwerker Magazin erscheint seit 2026 online. Gegründet hat es Claudia Schimkowski 2012 als gedrucktes Heft, heute führt Thomas Issler es weiter. Beide erklären, warum das Magazin bleibt, was sich ändert und was Sie als Leser davon haben.

Claudia Schimkowski: Warum ich das Magazin gegründet habe

Ich bin in einer Handwerkerfamilie aufgewachsen. Mein Vater war im Handwerk, mein Bruder ist Schreiner, mein Mann Elektromeister. Ich weiß, wie ein Betrieb tickt. Der Tag gehört den Kunden, das Büro dem Abend und für Fachliteratur bleibt selten Zeit.

Genau deshalb habe ich die ersten Ausgaben von Der Handwerker Magazin veröffentlicht. Ein Magazin, das Praktiker aus Betrieben, Berater und Hersteller in einem Heft zusammenbringt. Kein Werbeprospekt, sondern Fachwissen von Leuten, die das Handwerk aus dem Alltag kennen.

Das Besondere war der Weg zum Leser. Die Autoren nahmen das Magazin mit zu ihren Kunden. So kam jedes Heft dorthin, wo es gebraucht wurde: auf den Schreibtisch des Inhabers. Rund sechzig Autoren haben in diesen Jahren mitgeschrieben. Mit vielen bin ich bis heute verbunden.

Claudia Schimkowski: Warum ich es übergebe

Ein Magazin lebt von Regelmäßigkeit. Diese Zeit habe ich heute nicht mehr. Gleichzeitig wollte ich das Magazin nicht auslaufen lassen, sondern in Hände geben, die es in meinem Sinne weiterführen.

Thomas Issler kenne ich seit vielen Jahren. Er hat 2024 bereits die Deutsche-Handwerker-Akademie übernommen, die ich 2010 gegründet hatte. Dort hat er gezeigt, dass er ein Angebot weiterentwickelt, ohne seinen Kern zu verändern. Deshalb war für mich klar, dass auch das Magazin bei ihm richtig ist.

Ich bleibe als Autorin an Bord. Positionierung, Kundenbindung und Frauen im Handwerk sind meine Themen. Darüber werde ich weiterhin schreiben.

Thomas Issler: Was bleibt

Ich arbeite seit 2000 im Online-Marketing für das Handwerk. In dieser Zeit habe ich Hunderte Betriebe von innen gesehen. Mein Eindruck ist immer derselbe: Das Wissen, das ein Betrieb nach vorne bringt, liegt oft schon vor. Es ist nur verstreut auf Fachtagungen, in Beraterköpfen, bei Herstellern und oft bei den Inhabern der Betriebe selbst. Das Magazin sammelt es an einem Ort.

Drei Dinge bleiben, wie Claudia sie angelegt hat:

  • Die Autoren sind Praktiker. Inhaber, Berater und Fachleute aus Herstellerfirmen schreiben aus erster Erfahrung.
  • Ein Beitrag erscheint nur, wenn er unseren Lesern hilft. Nicht, weil jemand dafür zahlt. Bezahlte Inhalte sind als Anzeige gekennzeichnet.
  • Der Ton bleibt immer auf Augenhöhe. Kein Fachchinesisch, keine Belehrung. Handwerk redet mit Handwerk.

Thomas Issler: Was sich ändert

Das Magazin erscheint jetzt online. Das ist keine Notlösung, sondern eine logische Fortsetzung. Ein Beitrag ist am Tag seiner Fertigstellung lesbar, nicht erst in der nächsten Ausgabe. Er lässt sich weiterleiten, in der Betriebsbesprechung zeigen und über Jahre finden. Und er kostet den Leser nichts, keine Anmeldung, kein Abo.

Neun Rubriken ordnen die Themen, von Führung und Organisation über Personal und Marketing bis zu Recht, Nachfolge und Digitalisierung. Künstliche Intelligenz bekommt eine eigene Themenseite, weil sie in den nächsten Jahren jeden Betrieb betrifft, ob er will oder nicht.

Gedruckt wird weiterhin, aber nur auf Bestellung. Wer für eine Kundenzeitschrift, eine Messe oder ein Jubiläum ein Magazin braucht, bekommt es. Die Redaktion sitzt in Stuttgart, Margit Wellenreuther betreut Partner und Organisation, ich verantworte die Inhalte.

Was Sie davon haben

Wenn Sie einen Betrieb führen, finden Sie in Der Handwerker Magazin Beiträge, die Fragen beantworten, die Sie unter der Woche beschäftigen. Wenn Sie beraten, produzieren oder liefern und ein Thema besser kennen als die meisten, dann gehört Ihr Wissen ins Magazin. Schreiben Sie uns.

Wir bedanken uns bei allen, die das Magazin über die vielen Jahre mitgetragen haben, bei Autoren, Lesern und Partnern. Ohne Sie gäbe es nichts weiterzuführen.

Claudia Schimkowski und Thomas Issler